Mittwoch, April 05, 2006

Das bisschen Haushalt...

Im ganzen Stolz über meine kleine Luise habe ich doch glatt vergessen, mit meinen Kochkünsten zu protzen. Wenn meine Mama und v.a. meine Oma schon erstaunt sind über meine hausfraulichen Fähigkeiten, dann muss wohl was dran sein... In der Spring-Break-Woche, in der ich außer Schlafen, Auto-Suchen, Filme-Gucken, Sport-Machen, um dann wieder schlafen zu gehen, nichts weiter zu tun hatte, hatte ich mich dazu bereit erklärt, einem amerikanischen Freund, der aus irgendeinem Grunde die schwäbische Küche sehr schätzt, Maultaschen zuzubereiten. In meinem Wahn (oder nennen wir es vielleicht besser Übermut) hatte ich noch nicht einmal bedacht, dass ich Maultaschen zuvor weder gesehen noch gegessen, geschweige denn jemals selbst gemacht hatte. Aber nun stand die Einladung im Raum - und Aufgeben gibts bei mir nicht. Also begann das Abenteuer Maultaschen. Wusstet ihr eigentlich, wie viele verschiedene Koch- und Back-Online-Portale es allein auf deutsch gibt?! Am Ende fand ich ein Rezept, das einfach genug erklärt war, um es selbst mir verständlich zu machen. Irgendeine schwäbische Grundschule hatte das wohl als Arbeitsmaterialien online gestellt - und rettete damit unwissenderweise meine großen, unüberlegten Versprechen... Nachdem ich am Donnerstag Freunde zum Fondue-Essen eingeladen hatte, fühlte ich mich in der Lage, die Maultaschen am Freitag anzugehen. Man muss sich seine Kochziele ja immer höher stecken! Ich begann dann auch schon am frühen Nachmittag mit dem Pasta-Teig und vollführte ein paar kreative Denkleistungen, um das fehlende Nudelholz zu kompensieren. Oma, am anderen Ende der Telefonleitung, musste sich auch einiges einfallen lassen, um den Teig noch zu retten. Warme Milch brachte schließlich das gewünschte Ergebnis (echter Geheimtipp, falls der Teig nämlich zu bröselig zum Ausrollen ist!!!) Früher anfangen, früher fertig werden - das war eigentlich mein Plan. Wurde natürlich nichts draus. Diese Maultaschen waren anstrengender (super Oberarm-Training!) und langwieriger (oder war ich nur langsam... das Ganze dauerte 4 Stunden!) als gedacht und wurden daher natürlich auch erst nach Eintreffen der Gäste, Peter und Elizabeth aus meinem Institut sowie Collin, der sich die Maultaschen gewünscht hatte, fertig. Collin durfte dann auch gleich mal den Feinschliff am Ende übernehmen und Variante a: Maultaschen gebraten, vollenden, während ich der Variante b: Maultaschen in Rinderbrühe, den Rest gab. Sozusagen. Hier die Ergebnisse in Fotoform (jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass euch das Wasser im Mund zusammenläuft...). In Wirklichkeit waren vier vollgeschlagene Bäuche das Resultat dieses Kochversuchs. Ob ihrs glauben wollt oder nicht: Niemand ist mit einer Lebensmittelvergiftung nach Hause oder hat sonst irgendetwas Negatives bemerkt. Das große Danke gebührt natürlich eigentlich schon meiner Oma Helga, die mir aus meiner Bröckel-Teig-Patsche geholfen hat. Aber der Rest war made by Silvana! Bin so stolz ;-)

3 Kommentare:

Nadine hat gesagt…

Hmm, ich hätte auch keine Ahnung, wie man Maultaschen macht. Unsere Generation ist wohl zu Karrierefrauen herangezogen worden (sieh uns mal an!), anstatt zu Hausputtchen! Dafür hast Du's anscheinend super hingekriegt :)

Anonym hat gesagt…

hallo silvana!
ich muss ja sagen ,der topf mit den maultaschen sieht gar nicht so schlecht aus.

viele grüsse

suggi! :-)
ps.den text habe ich tatsächlich alleine geschrieben.welch ein wunder!

Silvana hat gesagt…

liebster suggi,
von dir so ein lob zu bekommen, ist natürlich etwas ganz besonderes! du näherst dich jetzt eben der computerwelt an und ich versuche mich mal mit der kulinarischen sphäre. ich würde meinen, jetzt steht es 1:1 - wenn du deine eigene homepage hast, mach ich dir einen entenbraten. einverstanden?
alles liebe,
silvana.